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Wir, die Marburger Tierbefreiungsaktion (MarTA), sind für die Befreiung aller menschlichen und nichtmenschlichen Tiere (im Folgenden als „Tiere“ bezeichnet) aus gängigen Herrschafts- und Unterdrückungsverhältnissen.

Tiere sind Individuen und haben das Bedürfnis nach Freiheit. Sie können Glück, Freude und Liebe, aber auch Trauer und Schmerz empfinden. Der Mensch hat kein Recht, ihnen die Freiheit zu nehmen, sie in Käfige zu sperren und ihnen wissentlich Leid zuzuführen.

Unseren Schwerpunkt setzen wir dabei auf die Beendigung der Ausbeutung von Tieren, das heißt, wir verurteilen das Töten von Tieren für jegliche Zwecke. Wir sind gegen das Nutzen von ‚Tierprodukten‘ wie beispielsweise Fleisch, Eier, Milch, Honig, Pelz, Leder, Horn, Federn oder Fell für den menschlichen Komfort. Auch die Zurschaustellung von Tieren in Zirkussen, in Zoos oder Paraden lehnen wir ab. Wir sind gegen Tierversuche, gegen die Jagd und gegen das Züchten von Tieren und gegen jede Form der systematischen und institutionalisierten Gewalt an Tieren. Abgewandelte Formen der Herrschaft, wie zum Beispiel Biobauernhöfe mit größeren Käfigen, Freilandhaltung oder selteneren Konsum von Tierprodukten, mildern das Leid nicht ab. Von daher lehnen wir es als langfristiges Ziel ab.

Um unseren Zielen näherzukommen, führen wir Aufklärungsarbeit z.B. in Form von Vorträgen, Filmvorführungen oder Workshops durch, um auf diese Weise den öffentlichen Diskurs anzuregen. Des Weiteren leisten wir Antirepressionsarbeit und organisieren Solidaritätsaktionen für Tierbefreiungskampagnen, Lebenshöfe usw. Wir vertreten eine vegane Lebensweise und wollen für diese sensibilisieren.

Wir verstehen uns als Teil einer emanzipatorischen, antikapitalistischen und herrschaftskritischen Tierbefreiungsbewegung, und sprechen uns deutlich gegen Speziesismus, Rassismus, Nationalismus, Antisemitismus, Sexismus, Homo- und Trans*feindlichkeit und alle weiteren Formen der Diskriminierung aus.

Wir arbeiten basisdemokratisch und nach dem Konsensprinzip, d.h. es gibt keine Vorsitzenden, und Entscheidungen werden gemeinsam getroffen.

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The liberation of all human and non-human animals (following declared as „animals“) from structures of suppression and domination is for us, the animal liberation group of Marburg (MarTA) necessary.

Animals are individuals and have the need for freedom. They can feel luck, happiness and love but also sadness and pain. Human beings don’t have the right to limit their freedom, to encage them and harm them consciously.

We focus on the termination of the exploitation of animals which includes that we stand against the killing of animals for which purpose however. We speak out against the use of „animal products“, such as meat, eggs, milk, honey, fur, leather, horn, feathers or coats for the comfort of humans. We refuse the presenting of animals in circuses, zoos or parades as well. We oppose animal experiments, hunting, breeding and every aspect of the systematic and institutionalized violence against animals. Modified forms of suppression and domination, for example organic farms with bigger cages, free-range breeding or the rare usage of animal products can’t diminish the suffering. Therefore we reject such things as long-lasting aim.

For reaching our aims we try to provide awareness training, in form of presentations, movie screenings or workshops for example, in order to stimulate the public discourse. Furthermore we are into actions against repression and organize actions concerning solidarity for animal liberation campaigns, places where saved animals can live etc. We represent a vegan way of life and want to sensitize for it.

We see ourselves as a part of a emancipatory, anti-capitalist and anti-oppressive animal liberation movement and stand up against speciesism, racism, nationalism, antisemitism, sexism, homo- and trans*phobia and all kinds of discrimination.

Our work is grass-root democratic and follows the principle of consent so there is no president, we make decisions together.